Da ersteht man aus aktuellem Anlass ein Nasenspray und gibt sich wieder besseren Wissens dem Drang hin den Beipackzettel zu studieren. Kann ja nicht so schlimm sein, immerhin versicherte die versierte Dame in der Apotheke es wären keine Konservierungsstoffe enthalten (Clever eigentlich, dann müsste ich, würde ich das Haltbarkeitsdatum finden, nächstes Mal ein Neues brauchen. Bin ja auch kein Zwangsverbraucher..). Ist auch eigentlich garnicht so schlimm: Kopfschmerzen, Übelkeit und Brechdurchfall und so. Krämpfe und Herzrythmusstörungen. Heisst das mein Nasenspray sorgt dafür, dass ich mit freier Nase zu Grunde gehe? Tröstlich, will ja auch irgendwie alles erledigt hinterlassen. Allerdings, ich freue mich ein bisschen auf die Halluzinationen. Verleihen dem Ganzen vielleicht ein bißchen Spannung.
Vanessa ist eigentlich schon eine Sau.
Dauernd bekommt sie persönliche Einladungs-Sms von den netten Herren und Damen von der Milchbar.
Für billiger würde Sie reinkommen. Begrüssungsdrinks für sie und ihre Mädels. Der besonders tolle Dj von dem Clubs in Weisstenicht spielt nämlich heut Abend. Und es wär toll wenn Vanessa könnte. Die mag man nämlich gerne.
Auch die Spielwiese denkt an Vanessa. Hier ist sie mindestens so gerne gesehen. Billiger, Freidrinks und so weiter.
Aber geht Vanessa hin? - Nein, sie lässt all diese Gelegenheiten sausen und all diese Menschen im Stich. Vanessa, Du Sau!
Vielleicht liegt es auch daran dass sie garnichts davon weiss? Vielleicht weil all ihre Veranstalterfreunde ihre verfickten Kack-Sms an mich schicken?
Aber vielleicht ist Vanessa auch einfach nur ne Sau.
Kaum scheint die Sonne, ist wieder alles gut. Kriege sind ein bißchen weiter weg, Piraten sind ein bißchen weniger grausam, der pöse pöse Conficker verliert ein pöse, Umweltverschmutzung am See wird zur Lästerung des gottgebenen und stadterfüllten Rechtes saubere Naherholungsgebiete zu haben. Gutgelaunte Menschen twittern unwichtigen Kackdreck und findens toll. Über die restlichen realitätsverachtenden Ausdrücke der Freude mag ich garnicht nachdenken.
Macht die Sonne wirklich alles wieder gut? Ist das startende Wachsen von Grün ein Allheilmittel? Ein kurzer Check meines Kontos und der Nachrichten (sortiert in der Prägnanz der zu erwartenden Schrecklichkeit) überzeugt mich vom Gegenteil.
Natürlich, ich mag gutes Wetter auch lieber. Find Frühling auch toll. Sommer auch noch besser. Das heisst aber nicht dass die Krise (inzwischen mag ich dieses Wort, vor allem den Gesichtsausdruck älterer Menschen beim unnötig häufigen Verwenden des selbigen..) dadurch verschwindet. Aber bitte, es wird ja immer über die negative Grundstimmung gemosert.
Dann seid halt glücklich, mir doch egal. Dann bin ich’s halt auch. Werd aber glücklicher sein als Ihr! Hab sogar im Lotto gewonnen! Das bissal mitteleuropäischer Frühling wird uns retten. Alle. Vor Allem! Die Sonne macht alles gut. Ja klar.
Nun verbringen wir schon eine gewisse Zeit miteinander. Ich habe mich an Dich gewöhnt und Du scheinst mich eigentlich auch nicht so unsympathisch zu finden. Zumindest hörte ich keine grösseren Beschwerden. Wir reden doch eigentlich auf dem kurzen Dienstweg miteinander, Du teilst mir Deine Bedürfnisse mit, und ich versuche Sie nach bestem Wissen und Gewissen zu erfüllen. Dafür erwarte ich von Dir ein gewisses Maß an Engagement und Passion meinen Bedürfnissen und Wünschen gegenüber. Natürlich hatten wir das ein oder andere Missverständnis, aber nichts Dramatisches. Zusammengefasst lief das doch eigentlich auch gut so.
Allerdings scheinen wir uns in letzter Zeit ein bisschen auseinander zu leben. Du verweigerst Dich der qualitativ angemessenen Reaktion in Relation zur zugeführten Quantität an Alkohol. Ich versuche Dich nicht mit Billigfusel zu quälen, sei dafür dankbar. Du bekommst ein brauchbares Essen vorher, nicht irgendeinen Fastfood-Dreck. Du musst auch keine schreckliche Musik ertragen, zumindest nicht abendfüllend. Möchtest Du etwas anderes? Dann bitte sage es doch. Du kannst auch mit Klopfzeichen arbeiten, oder kommst mal auf einen Kaffee vorbei. Ich versuche das nun im Guten. Ich werde Dir weiterhin gutes Essen, gute Getränke und eine ausreichende Portion an Schlaf bieten.
Sollte mein freundlicher Appell keine Früchte tragen, dann werde ich härtere Geschütze auffahren. Wenn Du dich weigerst, werde ich Dich mit Aldi-Korn betäuben und zum Einlenken zwingen.
Und sei Dir sicher, das wird mir mehr weh tun als Dir. Zumindest am nächsten Tag.
Ok, ich sehe ein, dass das Album schon ne ganze Zeit draussen ist. Ebenfalls dass der interessierte Musiksuchende ähnliches auf einem der 3000 Indie-to-Pop Blogs da draussen gelesen hat. Nur, das ist mir persönlich herzlich scheissegal. Ich suche auch keine Gelegenheit um einen sowieso nicht konvertierenden Amazon-Klick irgendwo einzubasteln. Ihr wisst eh alle wie man Amazon selbst bedient.
Nichtsdestotrotz, einfach weil es mir in letzter Zeit viel Freude bereitet:
Es gibt ein neues (jaja, nicht mehr so neues, das hatten wir oben) Album von Panic! At the Disco. Übrigens nun ohne das “!” (Schade eigentlich, irgendwie mochte ich das Ausrufezeichen dort sehr gern, aber nuja, ist ja nicht meine Band.). Aber machen wir einen kurzen Exkurs in die Vergangenheit. Das alte Album der Herren aus Las Vegas namens “A Fever You Can’T Sweat Out” sollte der ein oder andere kennen. Toll auch hier die Songtitel, viel länger hats die Plattenfirma wohl nimmer ertragen.
Ja, aber zum Neuen. Das hört auf den Rufnamen “Pretty.Odd.” und ist für mich eine der besten bissal-rumsurfen-und-Musik-dann-gleich-toll-finden Cds des bisherigen Jahres. Mag mich nicht in Lobhudeleien oder diversesten Genre-begriffen verstricken. Man höre einfach selber rein.
Ja das ist es ja. Er läuft, und zwar direkt aus dem großen weiten Internet durch meinen PC in meinen Kopf, wo er dann spastische Zuckungen mit Brechreizpotential auslöst. Welche geistig unbedarfte Person hat sich eingebildet die Werbejingels die schon bei jeder anderen Gelegenheit so gemein nerven auch noch auf Webseiten zu packen? (Wer auch immer nun das Bedürfnis hat das Wort Wiedererkennungswert oder Sinnverwandtes in den Mund zu nehmen, darf sich persönlich beleidigt und sich des Blogs verwiesen fühlen. Beleidigung reiche ich gerne per Mail nach.) Und wieso lässt man diese Person frei schalten und walten? Ist es dieselbe Person die an ansteckenden Krankheiten Schuld trägt? Ist es denn zuviel verlangt, dass, wenn ich aus wie auch immer gearteten Gründen freiwillig die Website besuche, ich diese nicht als suizidgefährdeter Epilepsiepatient wieder verlassen möchte? Man nehme zum Beispiel die Website von KIK. Warum ich dort war? Die Frühlingsgarderobe begutachten natürlich!
Weil mir heute so danach ist, und die meisten anderen Menschen da draussen in den dunklen, feuchten und fiesen Weiten des Internets heute böse zu mir sind, etwas das mir heute über den Weg lief und gut gefiel.
Ich mein, ganz ehrlich: Dieser Mensch ist ein Kleeblattkopf auf einem weissen Körper. Und es tanzt ein Pferd im Hintergrund. Ein Pferd! Bitte achten Sie doch auf das Pferd!
Was kann da noch schief gehen? Wen’s interessiert:
Der nette Herr firmiert unter “Existensminimum”, das am 25. Februar erscheindene Album hört dann auf den Namen “OK Boys”. Mehr zu erfahren auf seiner Myspace Seite. Ja ich weiss, Myspace ist böse. Trotzdem toll.
Wer wie ich an verschiedensten Rechnern diverstes IM-Gedöns laufen hat, und auch genauso vergeßlich ist wie ich und / oder alternativ einfach manche Gespräche nochmal lesen möchte..
Es gibt da ein tolles kleines Progrämmchen, dass die Logs online synct und vorrätig hält, bisher unterstützt sind ICQ, Yahoo, MSN, AIM, Jabber und Skype sowie die Multis Trillian und Miranda.